Unser Wärmepumpenportfolio umfasst Luft-Wasser-, Wasser-Wasser- und kompakte Wärmepumpensysteme für unterschiedlichste Anforderungen im gewerblichen und industriellen Umfeld. Die Anlagen eignen sich für Anwendungen von der klassischen Gebäudeversorgung über Wärmerückgewinnung und Prozesswärme bis hin zu reversiblen Betriebsweisen und Hochtemperatur-Booster-Lösungen für erhöhte Vorlauftemperaturen.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpen der Baureihe HERAS LWP decken einen sehr weiten Leistungsbereich ab und können durch eine Vielzahl von Optionen an fast alle projektspezifischen Bedürfnisse angepasst werden. Die Leistungsregelung der halbhermetischen Hubkolbenverdichter ist stufenlos mittels Inverter realisiert.
Die Wasser-Wasser-Wärmepumpen der Baureihe HERAS WDP können bis zu einer Warmwassertemperatur von 55 °C betrieben werden. Sie besitzen ein geschlossenes Maschinengehäuse und sind standardmäßig für die Aufstellung im Innenbereich konzipiert. Mit dem optional erhältlichen Wetterschutzgehäuse kann die Aufstellung auch im Außenbereich erfolgen.
Die Baureihe HERAS HT-WDP ist eine Wasser-Wasser-Booster-Wärmepumpe für den mittleren Leistungsbereich und erreicht Austrittstemperaturen von +75 °C bis 115 °C bei einer Heizleistung von 70 kW bis 600 kW. Die Systeme eignen sich für anspruchsvolle Hochtemperaturanwendungen in Industrie und Gewerbe.
Die Baureihe HT-FXP von SECON ist eine kompakte Wasser-Wasser-Booster-Wärmepumpe für die Innenaufstellung mit Leistungen von 15 bis 100 kW. Sie erreicht Austrittstemperaturen von bis zu +115 °C. Dank ihrer kompakten Bauweise und geringen Kältemittelfüllmenge ist sie ideal für Retrofit-Anwendungen mit begrenzten Einbringungsmaßen für Hochtemperaturanwendungen.
Die FXP Baureihe von SECON umfasst platzsparende Wasser-Wasser Kompakt-Wärmepumpen für den Innenbereich. Sie lassen sich sowohl als Einzelgerät als auch im hydraulischen Verbund betreiben und eignen sich ideal für Retrofit-Anwendungen mit begrenzten Einbringungsmaßen.
Propan (R290), Isobutan (R600a) und Butan (R600) als Kältemittel
SECON setzt seit der Gründung 2010 bei der Entwicklung von Hochleistungswärmepumpen konsequent auf natürliche Kältemittel. Im Fokus steht R290 (Propan) für anspruchsvolle Heiz- und Prozessanwendungen. Für Hochtemperatur-Wärmepumpen, wird das Portfolio durch die Verwendung von R600a (Isobutan) und R600 (n-Butan) ergänzt. HFKW-Kältemittel unterliegen dem schrittweisen Phase-down der EU-F-Gas-Verordnung. HFO-Kältemittel werden im Zusammenhang mit ihren Abbauprodukten, insbesondere TFA, zunehmend diskutiert, da sie zu den PFAS zählen. Die im SECON-Portfolio eingesetzten natürlichen Kältemittel sind davon nicht betroffen und stehen nicht unter regulatorischem Druck.
Kältemittel
Temperaturbereich
Eigenschaften
R290 (Propan)
+30 °C bis ca. +70 °C
Hervorragende thermodynamische Eigenschaften. Standard für Flächenheizungen und Prozesswärme.
R600a (Isobutan)
+60 °C bis +115 °C
Kältemittel für die Booster-Ausführungen von Wasser-Wasser-Wärmepumpen; besonders geeignet für industrielle Abwärmenutzung, Brauchwarmwasser und Prozesswärme mit erhöhtem Temperaturniveau.
R600 (Butan)
+100 °C bis +125 °C
Kältemittel für die Booster-Ausführungen von Wasser-Wasser-Wärmepumpen; besonders geeignet für industrielle Abwärmenutzung, Brauchwarmwasser und Prozesswärme mit erhöhtem Temperaturniveau.
Bewährtes Sicherheitskonzept für brennbare Kältemittel
Die natürlichen Kältemittel Propan, Isobutan und Butan sind als A3-Kältemittel eingestuft: geringe Toxizität, brennbar. Entscheidend ist eine Aufstellung nach DIN/EN-378, was geringe Kältemittelfüllmengen, getrennte Kältekreise, Gasdetektion, gezielte Belüftung, sichere Abblaseführung beinhaltet. Alle Baureihen von SECON werden projektspezifisch ausgelegt. Das Sicherheitskonzept basiert auf wiederkehrenden Bausteinen:
mehrere unabhängige Kältekreise je nach Baureihe
geringe Kältemittelfüllmenge je Kältekreis
Verdichter und Komponenten für brennbare Kältemittel
Druckabsicherung der Kältekreise
Gasdetektion und Havariebelüftung abhängig von Bauart und Aufstellung
Risikoanalyse und Aufstellungsprüfung nach DIN/EN-378
Förderung
Industriewärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln können über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig sein. Um von dieser Förderung gebrauch machen zu können muss die Wärmepumpe bei der Bafa gelistet sein. Sollte der genaue Maschinentyp nicht bereits aufgeführt sein kommen Sie gerne auf uns zu.
Sie planen eine konkrete Anlage und möchten die Auslegung mit unseren Ingenieuren besprechen? Das Erstgespräch bildet die Basis für ein erfolgreiches Konzept.
Häufige Fragen zu Industriewärmepumpen
Welche Vorlauftemperaturen erreichen SECON-Industriewärmepumpen?
Standardmäßig liegen die Vorlauftemperaturen der HERAS-Baureihen bei bis zu +75 °C und die Kompaktwärmepumpen der Baureihe FXP zur Innenaufstellung bei bis zu +65 °C — passend für moderne Heizsysteme im Niedertemperaturbereich. Die Booster-Wärmepumpe der Baureihe HERAS HT-WDP sowie die Kompaktbaureihe HT-FXP nutzen R600a (Isobutan) und erreichen Vorlauftemperaturen bis zu +115 °C — typischerweise bei der Nutzung von industrieller Abwärme mit Temperaturen über +35 °C.
Was unterscheidet die HERAS WDP von der HERAS LWP?
Die Baureihe HERAS LWP nutzt die Außenluft als Wärmequelle und ist bauseitig einfach umzusetzen — keine erschlossene Sekundärquelle notwendig. Die HERAS WDP nutzt Grundwasser, Sole oder Abwärme als Wärmequelle und kann als Booster-Stufe HERAS HT-WDP Vorlauftemperaturen bis zu +115 °C erzeugen. Die Luft-Wasser-Wärmepumpen der Baureihe HERAS LWP werden ausschließlich mit R290 betrieben und können Vorlauftemperaturen bis +60 °C erreichen.
Sind Industriewärmepumpen mit brennbaren Kältemitteln im Betrieb sicher?
Die eingesetzten Kältemittel Propan (R290), Isobutan (R600a) und Butan (R600) sind nach DIN/EN 378 als A3-Kältemittel eingestuft: brennbar, geringe Toxizität. Der sichere Betrieb wird durch ein abgestimmtes Anlagenkonzept gewährleistet, bestehend aus getrennten Kältekreisen, reduzierten Füllmengen je Kreis, Gasdetektion, Belüftung, Druckabsicherung und normgerechter Aufstellung. SECON plant alle Anlagen projektspezifisch nach diesen Sicherheitsanforderungen.
Sind Industriewärmepumpen förderfähig?
Industriewärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln können im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig sein. Voraussetzung ist in vielen Fällen die Listung der Anlage bei der BAFA. Sollte ein konkreter Maschinentyp nicht gelistet sein, unterstützt SECON bei der technischen Einordnung und Antragsunterlagen.
Welche Rolle spielt die EU-F-Gas-Verordnung für Industriewärmepumpen?
Die EU-F-Gas-Verordnung 2024/573 betrifft ausschließlich fluorierte Treibhausgase. Natürliche Kältemittel wie R290 (Propan), R600a (Isobutan) und R600 (Butan) sind nicht betroffen. Dadurch unterliegen diese Systeme keinen Phase-down-Beschränkungen und gelten als langfristig regulatorisch stabile Lösung für industrielle Anwendungen.