Prozesskühlung mit R290 für Kunststoffproduktion bei Hermann Hauff

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Prozesskühlung

Modernisierung der Kälteanlage bei Hermann Hauff GmbH & Co. KG

Durch den Einsatz energieeffizienter Kälteerzeugung mit dem natürlichen Kältemittel R290 konnte der Energiebedarf der vollelektrischen Spritzgussmaschinen signifikant gesenkt werden. Freiluftkühlung und moderne MSR-Steuerung sichern höchste Prozessstabilität und Effizienz.

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Projektbeschreibung

Die Hermann Hauff GmbH & Co. KG fertigt Präzisions-Kunststoffteile auf 36 größtenteils vollelektrischen Spritzgussmaschinen im 3-Schichtbetrieb. Die bestehende Kälteanlage war energieintensiv und bestand aus zwei separaten Kreisläufen (Werkzeug- und Hydraulikkühlung) mit unterirdischem Erdtank als Puffer. Um den hohen Kühl- und Kältebedarf sicher abzudecken, wurde die bestehende Kälteanlage umfassend modernisiert. Ziel war es, den Energieverbrauch deutlich zu senken, die Prozesssicherheit zu erhöhen und die Anlage vollständig in eine moderne Mess-, Steuer- und Regeltechnik zu integrieren.

In enger Zusammenarbeit mit der Frank Schlittenhardt GmbH entwickelte die SECON GmbH ein energieeffizientes Kühl- und Kältekonzept mit zwei getrennten Temperaturkreisen für Werkzeug- sowie Maschinen- und Hydraulikkühlung. Zum Einsatz kamen wassergekühlte Kompakt-Kältemaschinen der FXP-Serie mit dem natürlichen Kältemittel R290, ergänzt durch Rückkühler zur intensiven Nutzung der Freikühlung. Die stufenlose Leistungsregelung sorgt für einen bedarfsgerechten, hocheffizienten Betrieb.

Die vollständige Einbindung der Kälteanlage sowie weiterer gebäudetechnischer Komponenten in das MSR-System ermöglicht eine durchgängige Überwachung mit Echtzeitdaten, automatischen Meldungen und hoher Betriebssicherheit – auch während unbesetzter Schichten. Durch die Neuauslegung konnten der Strom- und Wasserverbrauch deutlich reduziert und gleichzeitig stabile Produktionsbedingungen sichergestellt werden.

Das Projekt wurde mit dem Good Practice Label des Energy Efficency Awarad 2025 by dena ausgezeichnet und gelistet.

Technische Daten

  • Kälteleistung: Werkzeugkühlung 3 × 85 kW; Hydraulikkühlung 3 × 80 kW
  • Kältemittel: R290 (Propan), Füllmenge 2,5 kg R290 pro Kältemaschine
  • Verdampfungstemperatur: ca. +9,5 °C (Werkzeug); +24 °C (Hydraulik)

Systemkomponenten:

  • 6 wassergekühlte Kompakt-Chiller der Baureihe FXP mit invertergeregelten Hubkolbenverdichtern
  • luftgekühlte Rückkühler für freie Kühlung
  • 4 Schraubenkompressoren (3 × ALMIG Variable 24, 1 × ALMIG V75)
  • Drucklufterzeugung: ca. 1,238 Mio. m³/Jahr

Ergebnisse und Vorteile:

  • Energieeinsparung: ca. 300.000 kWh pro Jahr (≈ 11 % geringere Betriebskosten)
  • CO₂-Reduktion: ca. 110 Tonnen pro Jahr
  • Wassereinsparung: ca. 1.000 m³ jährlich durch Umstellung auf luftgekühlte Rückkühlung
  • Hohe Betriebssicherheit: durch intelligente MSR-Überwachung und redundante Auslegung
  • Maximale Transparenz: durch kontinuierliches Echtzeit-Monitoring
  • Hohe Flexibilität: dank modularer Bauweise auch auf andere Anwendungen übertragbar

CASE STUDY

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Projektbeteiligte

  • Hermann Hauff GmbH & Co. KG

    Betreiber
  • Frank Schlittenhardt GmbH

    Planung & Installation
  • Good Practice Projekt by dena 2025

    Gelistet unter den Good Practice Projekten des EEA 2025
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